Ich habe in meinem Mathematik-Unterricht verschiedene Konzepte und Methoden ausprobiert, von Kollegen oder aus der Literatur
übernommen oder zusammen mit meinen Schülern entwickelt. So hat sich nach und nach ein funktionsfähiges Gerüst eines auf langfristigen
Kompetenzaufbau gezielten Mathematikunterrichts entwickelt. Ich bin weit davon entfernt, dies als perfekt oder vorbildlich zu
bezeichnen. Dennoch gibt es einige Elemente die ich als sinnvoll und übertragbar ansehe.
Jede Darstellung bleibt schon alleine deswegen bruchstückhaft und unvollständig, weil sie das Wichtigste meines Unterrichts
nicht angemessen beschreiben kann, meine wundervollen, kreativen und wissbegierigen Schüler.
Die Tabelle umfasst die Nennung der wesentlichen Sozialform (EA - Einzelarbeit, PA - Partnerarbeit, GA - Gruppenarbeit, Plenum), der
am stärksten angesprochenen allgemeinen mathematischen Kompetenzbereiche gemäß der KMK-Bildungsstandards und der Unterrichtssituation (Erarbeitung, Vertiefung,
Sammelphase, Übung, Wiederholung, Klassenarbeit).
Die Sammlung unterliegt der naturgemäßen Fluktuation von Unterricht.
| Element | Kompetenz | Sozialform | Situation |
| Der Aufgabenjoker. Beim Üben von Techniken und Rechenverfahren ist die Sicherheit in einer Lerngruppe üblicherweise von Schüler zu Schüler sehr unterschiedlich. Wenn das Mathematikbuch hier keine passenden Aufgaben anbietet, kann der Aufgabenjoker auf sehr einfache Weise binnendifferenzierend wirken. | K5 (Technische Aspekte) |
EA (und Plenum) |
Üben |
| Mathetabu. Die Fachsprache spielt eine wichtige Rolle in der Mathematik. Diese Variante des Gesellschaftsspiels "Tabu" fordert die Schüler auf, Fachbegriffe zu umschreiben und so die Fachsprache und ihre eigene Sprache anzunähern. | K6 (Kommunikation) |
EA und Plenum |
Üben und Wiederholen |
| Fitnesstest. Vergessen ist normal. Gerade im Mathematikunterricht werden viele vergessene Zusammenhänge, Techniken und Verfahren aber immer wieder gebraucht. Die Fitness-Tests geben den Schülern die Möglichkeit, zu erkennen, was sie vergessen haben und belohnen sie schnell für erneutes Nachlernen. So wird langfristig die Verantwortung für das eigene Arbeiten übernommen. | K4 (Darstellungen) und K5 (Technik) | EA | Wiederholen |
| Kooperative Gruppenarbeiten. ... | Alle Kompetenzbereiche | GA | Erarbeiten Vertiefen |
| Fermiaufgaben. ... | K3 (Modellieren) | GA | Erarbeiten Vertiefen |
| Blütenaufgaben. Blütenaufgaben sind ein Aufgabenformat, bei dem die Schüler neben dem Üben eines bekannten Verfahrens ihr Wissen anhand von geöffneten Aufgaben vertiefen und vernetzten. Dadurch werden wichtige Kompetenzebereichen wie Problemlösen oder Argumentieren imm | Verschiedene Kompetenzbereiche | GA | Üben und Vertiefen |
| Murmelphase. ... | K1 (Argumentieren)und K6 (Kommunizieren) | PA | Alle Situationen |
| Wiederholung. ... | K1, K4, K5, K6 | EA (und Plenum) |
Wiederholen |
| Mündliche Kopfübungen. Einige Fertigkeiten sind für den Mathematikunterricht so grundlegend, dass sie ständig verfügbar sein müssen. Hierzu gehören das Kopfrechnen, einfache Termumformungen oder die Verwendung geometrischer Grundbegriffe. Die mündlichen Kopfübungen bieten Anlass und Gelgenheit dieses Basiskompetenzen regelmäßig zu üben und kommen dabei ohne Vorbereitunsgaufwand für den Lehrer aus. | K5 (Technik) | Plenum | Wiederholen |
| Förderkreislauf Mathematik. Ein Instrument zur individuellen Förderung, speziell zur Vorbereitung einer Klassenarbeit. Die Schüler üben eigenverantwortlich und selbstständig genau das, was sie üben müssen. Wesentliche Bausteine des Förderkreislaufes sind Selbsteinschätzbögen und Partnerarbeitsbögen. | Alle Kompetenzbereiche | EA und PA | Üben, Klassenarbeit |
| Klassenermahnung. | - | - | Umgang mit Störungen |
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