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Achill und die Schildkröte

Der griechische Philosoph Zenon hatte einige seltsame Ideen, eine davon war die, daß Bewegung unmöglich ist. Er versuchte, dies durch einen Wettlauf zwischen Achill, dem schnellsten Läufer Griechenlands, und einer Schildkröte zu belegen.

Na, da wird die Schildkröte wohl kaum eine Chance haben. Damit der Lauf nicht sofort nach dem Start bereits das Spannungstief von Christiane Herzogs Kochsendungen erreicht, erhält die Schildkröte 100 Meter Vorsprung.

Die Läufer am Start

Achill, der zehnmal so schnell läuft wie das lahme Vieh, hat diese 100 Meter natürlich flugs überwunden. Eingeholt hat er die Schildkröte dann aber noch nicht, denn die ist in der Zeit ja auch gelaufen und zwar 10 Meter.

Die Schildkröte hat 10 m Vorsprung

Wenn Achill diese 10 Meter gelaufen ist, ist die Schildkröte aber auch schon wieder ein bißchen weiter, sie hat immer noch einen Meter Vorsprung.

Die Schildkröte hat einen Meter Vorsprung

Den muß Achill ja nun noch laufen, um die Schildkröte einzuholen. Wenn er diesen Meter überwunden hat, ist die Kröte immer noch vorne. So geht das immer weiter. Der Vorsprung wird zwar immer kleiner, aber Achill hat keine Chance, die Schildkröte einzuholen.

Wenn Achill, der schnellste Läufer der Antike, ein trödeliges Tier nicht einholen kann, dann ist doch wohl das ganze Konzept der Bewegung Quatsch, sagte dann Herr Zenon!

Wie passt nun die Argumentation von Zenon mit der Erfahrung zusammen, daß fast jeder sich schon mal bewegt hat, vielleicht sogar einen Auffahrunfall mit Papas Auto hatte.

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